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DEFAULT : Unter einem Dach
28.09.2011 21:08 (3351 x gelesen)

 

   Vieles unter einem Dach



Schutzstation, Kinnerstuv und Café bieten Info und Kurzweil / Campingplatz wird im Frühjahr eingeweiht

Mit einem Tag der offenen Tür im Wattenmeerhaus Pellworm wurde zugleich die Eröffnung der Schutzstation Wattenmeer am neuen Standort gefeiert. Das Haus, das im April seine Türen öffnete, vereint nun drei Themen: Kultur, Natur und Touristik.

Die Einrichtung befindet sich unmittelbar an der Alten Kirche Pellworm und wird von privater Hand, Karin Kobauer, geführt. Mit der Eröffnung wurde schon das erste Thema platziert: ein gemütliches Café mit Sonnenterrasse und Panoramablick. Bei ausgewählten Kaffeespezialitäten und täglich frisch gebackenen Kuchen können Gäste und Pellwormer die angenehme Atmosphäre im Café und die herrliche Landschaft, die das Wattenmeerhaus umgibt, genießen.

Für Familien ist dieser Standort ideal, denn im Haus befindet sich auch die Pellwormer Kinnerstuv. Hier können Mädchen und Jungen jeden Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr spielen, basteln und neue Spielkameraden kennen lernen. Die Eltern haben in der Zeit Gelegenheit, einmal alleine etwas zu unternehmen, sie können gemütlich Kaffee trinken oder an Veranstaltungen teilnehmen. Zusätzlich zum Kinnerstuv-Programm werden noch besondere Aktivitäten angeboten: kleine Speckfiguren anfertigen, Bogenschießen, Windlichter basteln oder Stofftaschen gestalten.

Mit der Installation der Schutzstation im Gebäude wurde das Angebot des Wattenmeerhauses um ein weiteres Thema ergänzt und verschiedene Möglichkeiten für die Gäste an einem Punkt zentralisiert. Die Lütten spielen in der Kinnerstuv, die Größeren lauschen Erzählungen über die Tier- und Wattenmeerwelt der Schutzstation und die Eltern plauschen beim Kaffee. So war es auch am Eröffnungstag. Gloria Denfeld und Felix Oßwald von der Schutzstation machten die Fütterung der Aquarien tiere zu einem spannenden Erlebnis. Hautnah konnten Besucher Miesmuschel, Seestern, Krabbe und Co. erleben.

Die Pellwormer Schutzstation ist eine der ältesten, die es in der Region gibt. Das alte Domizil im Osterschütting war sanierungsbedürftig geworden. Beim Umzug konnte nicht die gesamte Ausstellung mitgenommen werden. Einige Exponate waren nicht mehr zu retten, so auch das geliebte Flachwasseraquarium. Das war so gut verleimt, dass es mit der Motorsäge entfernt werden musste. Einige Exponate befinden sich jetzt in der Schutzstation Wattenmeer in Friedrichskoog, andere in Husum. Einige sind in Abstellräumen zwischengelagert. Gloria Denfeld: "Das Konzept für die neue Ausstellung auf Pellworm steht, es wird derzeit umgesetzt." Dazu gehört auch ein neues Flachwasserbecken. Für die Übergangszeit gastiert eine Wanderausstellung in dem neuen Raum.

Was versteckt sich nun hinter dem dritten Punkt -Touristik im Wattenmeerhaus? "Ein kleiner Campingplatz mit Wohnmobil-Stellplätzen", so Karin Kobauer. Zu dem Mehrbettzimmer für sechs Personen im Haus wird es bald einen Campingplatz geben. Soweit es das Wetter zulässt, sollen noch im Herbst die Baumaßnahmen beginnen, so dass zu Ostern 2012 eröffnet werden kann. Die sanitären Einrichtungen inklusive behindertengerechtem WC befinden sich im Haus, und Frühstück gibt’s im Café. "Die ersten Camper waren schon da, sie wollten erst drei Tage bleiben und sind letztlich 14 Tage geblieben, weil sie sich so wohl fühlten", erzählt Karin Kobauer stolz und voller Freude.

Weitere Info unter www.wattenmeerhaus-pellworm.de .

Husumer Nachrichten, 22.09.2011



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